Banner transidee

Newsarchiv

Sieg mal zwei an die Medizinische Universität Innsbruck

15.12.2008

Mit dem CAST Technology Award zeichnet das CAST mit seinem Kooperationspartner transidee in regelmäßigen Abständen die innovativsten und wirtschaftlich aussichtsreichsten Geschäftsideen mit technologischem Hintergrund aus. Diesen Mittwoch wurden die besten fünf Einreichungen im vorweihnachtlichen Ambiente des Life Science Centers mit Preisgeldern in Gesamthöhe von € 7.800,-- prämiert. Den Sieg teilten sich zwei Projekte aus der Medizinischen Universität Innsbruck. Christian Mathes vom CAST sowie Sara Matt-Leubner vom transidee durften sich darüber freuen, die Preise an die glücklichen Gewinner zu überreichen. Im Anschluss gab es ausreichend Möglichkeit, die Weiterverfolgung der Ideen eingehend zu besprechen.

Die Aufgabe, aus der Vielzahl von innovativen und kreativen Einreichungen beim CAST Technology Award 2008 die beste bzw. die besten Geschäftsideen herauszufiltern, hat sich die CAST Jury auch dieses Mal nicht leicht gemacht. Bewertet wurde unter anderem nach den Kriterien Marktpotential, Innovationskraft, Kundennutzen, Wettbewerbssituation und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Idee. Belohnt wurden jene Projekte, denen von Seiten der Fachjury die besten Chancen auf wirtschaftliche Umsetzung eingeräumt wurden.

Erster Platz mal zwei

Auf dem obersten Treppchen des Siegespodests finden sich gleich zwei Projekte aus der Medizinischen Universität Innsbruck. Dr. Florian Kral und Dr. Wolfgang Freysinger, Universitätsklink für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, arbeiten an einer Vorrichtung, die medizinische Eingriffe an der Schädelbasis erleichtern soll. In der chirurgischen Praxis werden vermehrt 3D Navigationssysteme eingesetzt, die dem Chirurgen wichtige Positionsinformationen zur Instrumentenführung geben. Für OPs an der Schädelbasis sind die bestehenden Systeme aufgrund fehlender Applikationsgenauigkeit jedoch noch unzureichend. Jene Vorrichtung, die Dr. Kral und Dr. Freysinger entwickeln, soll nun erstmals auch die notwendige Applikationsgenauigkeit für Eingriffe an der Schädelbasis sicher stellen.

Über den „zweiten“ ersten Platz konnte sich Dr. Herbert Oberacher, Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck, freuen. Ihm ist es gelungen, ein sehr effizientes Werkzeug zur Identifizierung (bio)organischer Moleküle zu entwickeln. Als analytische Verfahren wird die Tandemmassenspektrometrie verwendet. Dabei werden durch gezielte Fragmentierung „molekulare Fingerprints“ von Chemikalien erzeugt, die für die spätere Identifizierung in einer Spektrenbibliothek gesammelt werden können. Das Aussehen eines substanzspezifischen „Fingerprints“ ist allerdings stark von den verwendeten experimentellen Bedingungen abhängig. Daher galt die Erstellung einer universell einsetzbaren Spektrenbibliothek bis dato als nicht realisierbar. Durch Entwicklung einer geeigneten Datenbankstruktur bzw. eines optimierten Suchalgorithmus gelang es Dr. Oberacher diese Lehrmeinung zu widerlegen und eine geräte- und loborunabhängige Spektrenbibliothek zu erstellen.

Von Kunsteisbahnen und Weinanalysen

Die weiteren drei Prämierten kommen aus der Universität Innsbruck. Den dritten Stockerlplatz erklommen hat Dr. Werner Nachbauer mit seinem Team vom Institut für Sportwissenschaften. Dort arbeitet man an der Entwicklung einer künstlich vereisten Sprintkunsteinbahn für Rodel, Skeleton und Zweierbob. Die neuartige Leichtbauweise unter Verwendung von modernen Faserverbundwerkstoffen sowie eine neue energieeffiziente Kühltechnologie ermöglichen die Produktion dieser Sportstätten, die in der Anschaffung kostengünstiger sind als ihre Vorgänger.

Richard Spindler, Student der Informatik an der Universität Innsbruck, wurde mit dem vierten Rang überrascht. Er beschäftigt sich schon seit einigen Jahren in seiner Freizeit mit der Entwicklung eines Open Movie Editors. Dabei handelt es sich um eine Open Source Video-Schnitt Software, die privaten Linux Anwendern die Möglichkeit bieten soll, ihre Videos professionell zu bearbeiten. Ihre Funktionalität hat die Software bereits beim Schnitt des Filmprojekts "McFinnen&Wallace", welches dieses Jahr beim Filmfestival film:riss in Salzburg unter den Siegern zu finden war, bewiesen.

Platz fünf ging an Mag. Dr. Christian Huck, Institut für Analytische Chemie und Radiochemie. Er stellte in seiner Einreichung ein objektives Verfahren zur schnellen Weinanalytik vor. Seine Methode macht eine Bestimmung von Rotwein nach Herkunft, Rebsorte und Jahrgang sowie der chemischen Zusammensetzung (Weinsäure, Zuckergehalt, ph-Wert) von der Traube über die Maische bis zum fertigen Wein möglich. Damit kann die bisher aufwendige chemische Analyse der Inhaltstoffe durch eine einzige, sekundenschnelle Messung, die keinerlei Vorbereitung voraussetzt, ersetzt werden.

Ein Ideenwettbewerb - der Hintergrund

Das Grundprinzip hinter dem von CAST ins Leben gerufenen Ideenwettbewerb ist es, ForscherInnen zu motivieren regelmäßig darüber nachzudenken, ob Ihre Forschungsergebnisse oder Entwicklungen für die Wirtschaft von Bedeutung sind. Mit der Ausschreibung des CAST Technology Awards wird den Tiroler ForscherInnen die unkomplizierte, fast spielerische Möglichkeit gegeben, Ihre Forschungsarbeit einer Art Wirtschaftlichkeitstest zu unterziehen. „Es geht beim CAST Technology Award nicht um eine Bewertung der Qualität der Forschungsergebnisse sondern darum, ob sie das Potential haben, einer Kommerzialisierung zugeführt zu werden“, betont Mag. Christian Mathes, Geschäftsführer des CAST. Die Jury begutachtet die Ideen dahingehend, ob sie Chancen am Markt haben und gibt gute Aufschlüsse darüber, ob attraktive wirtschaftliche Erlöse möglich sind – sei es durch Unternehmensgründung, Patentierung oder Lizenzierung.

Die nächsten Schritte zum Erfolg

Bei allen weiteren Schritten berät, begleitet und fördert das CAST ForscherInnen der Tiroler Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichungen. Egal, ob man zu den Prämierten gehört oder nicht – Gewinner sind alle Teilnehmer, da sie wertvolles Feedback der Jury mit nach Hause nehmen können sowie die Gewissheit, im CAST jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, der in Sachen Forschungsverwertung immer gerne zur Seite steht.

Links:

Bilder finden Sie unter: http://www.cast-tyrol.com/news/Bildgalerie_Tech_Award_2008.html

Weitere Infos zum Bewerb: http://www.cast-tyrol.com/service/award/tech-award.html

Bericht im iPoint: uibk.ac.at/ipoint

Rückfragehinweis:

CAST - Center for Academic Spin-offs Tyrol
Gründungszentrum GmbH
Mag. Bettina Wenko
Mitterweg 24, A-6020 Innsbruck
T: 0512 282 283 11
E: wenko@cast-tyrol.com


"Ich bin ein Anhänger der Volluniversität!"

13.11.2008

Die vierte Veranstaltung der Plattform UNI GOES REUTTE – eine Initiative des Transfercenters der Universität Innsbruck – stand am 13.11. in der Wirtschaftskammer Reutte ganz im Zeichen der Begriffe: Öffnung und Dialog. mehr »

Förderbar im Rahmen der Langen Nacht der Forschung

10.11.2008

Am Samstag, 08. November 2008, veranstaltete trans IT im Rahmen der Langen Nacht der Forschung (siehe Bericht ipoint) eine „Förderbar“, um Gäste zu einem Umtrunk und anregenden Gesprächen willkommen zu heißen. Die vom trans IT angebotenen Führungen wurden stark besucht und viele Interessierte fanden sich im trans IT zu einem Glas Prosecco ein. Wir bedanken uns für die rege Teilnahme und freuen uns auf das nächste Jahr!

CAST Technology Award

20.11.2008

Es ist wieder soweit! CAST und Kooperationspartner trans IT machen sich beim CAST Technology Award 2008 auf die Suche nach innovativen Geschäftsideen. Bis zum 20. November 2008 sind alle WissenschaftlerInnen der Tiroler Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen dazu aufgefordert, ihre innovativen Technologien, Entwicklungen und Forschungsergebnisse beim CAST Technology Award einzureichen. Die besten werden mit attraktiven Geldpreisen ausgezeichnet. mehr »

CAST patent summer days 2008

Am 18. und 19. September veranstaltete CAST die patent summer days 2008 unter dem Titel "Integration gewerblicher Schutzrechte in den Innovationsprozess: Von der Ideenfindung bis zur Produktvermarktung".

STEP-Award 2008: Spirit to Expand

Die Branchen Pharma, Chemie, Life Science, Bio- und Nanotechnologie haben sich in den vergangenen Jahren als dynamische Wachstumsfelder ausgezeichnet. Medizintechnik und Greentech sind weitere wachstumsstarke Zukunftstechnologien. Für die Medizintechnik werden, nach einer Studie des DIW, bei einem geschätzten Marktvolumen von 200 Mrd. Euro weitere jährliche Wachstumsraten von acht Prozent bis 2015 prognostiziert. Der Umsatz der Umweltindustrien wird sich nach Prognosen des BMU von etwa 1.000 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 2.200 Mrd. Euro bis 2020 mehr als verdoppeln. mehr »

Sara Matt-Leubner übernimmt trans IT - Geschäftsführung

15.04.2008

Dr. Kurt Habitzel übergab am 15. April nach vier Jahren intensiver Aufbauarbeit im Entwicklungs- und Transfercenter der Universität Innsbruck - trans IT - die Geschäftsführung an Dr. Sara Matt-Leubner. mehr »

 

25.-27. Juni 2008 - 4. Microlearning Konferenz im ICT

Die Microlearning2008 conference informiert über die neuesten technischen und marktbezogenen Entwicklungen in den Bereichen Classroom without Walls, Microcontent technologies & infrastructures, Changes in Workplaces & Enterprises, Mobile Learning & Mobile Web, sowie der Evaluation von digitalem Lernen. Micro Cafe Sessions wechseln sich mit Plenary Keynotes und Workshops ab und bieten den Besuchern der Konferenz vielfältige Kommunikationsformen und Austauschmöglichkeiten.

Universität im Dialog mit der Tiroler Wirtschaft

26.06.2008

Am 24. Juni lud der Rektor der Universität Innsbruck Karlheinz Töchterle erstmalig VertreterInnen der Tiroler Wirtschaft in die Aula der Universität, um den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu intensivieren. mehr »

proIT: trans IT und CAST starten zweiten Call

10.03.2008

Das Förderprogramm proIT wird nun bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben und verfolgt das Ziel, herausragende neue Konzepte im Bereich der Software-Prototypenentwicklung zu unterstützen. Im Fokus steht dabei die marktnahe prototypische Entwicklung von Software durch WissenschaftlerInnen und Arbeitsgruppen an der Universität Innsbruck und am MCI. Projektanträge ohne Unternehmenspartner sind ausdrücklich zugelassen.

Univ.-Prof. DDr. hc. Ekkehard Kappler und KMU Gruppe der IV Tirol zu Gast bei Firma EMPL in Kaltenbach

14.02.2008

Das Transferzentrum trans IT der Universität Innsbruck und das Unternehmen EMPL Fahrzeugwerk GmbH haben die Mitglieder der KMU-Gruppe der Industriellenvereinigung Tirol zu einer Diskussion unter dem Titel „KMUNIVERSITÄT – Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen KMU und Universitäten – Wunschvorstellung oder Realität“ in den neuen EMPL Service Park in Kaltenbach geladen. mehr »